Up in the air – Review

Filed Under (Kino, Review) by Sandra on 11-02-2010

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Up in the airSie sind Leiter einer großen Firma und müssen ihrem Mitarbeitern mitteilen, dass es diesen Arbeitsplatz in Zukunft nicht mehr geben wird, sind aber zu feige diese Aufgabe selbst zu übernehmen? Dann können Sie einen professionellen „Entlasser“ engagieren.  Diese Rolle übernimmt im Film “Up in the Air” George Clooney alias Ryan Bingham. Dafür ist er fast das ganze Jahr über in der Luft oder auf Flughäfen zu Hause und kann sich ein anderes Leben nicht mehr vorstellen. So zufrieden, kann er es kaum glauben, dass eine 23-jährige Cornell-Absolventin namens Natalie Keener erklärt, dass die Reisekosten für die vielen professionellen „Entlasser“ zu teuer ist und dass Menschen in Zukunft per Videokonferenz entlassen werden sollen. Keener wird gespielt von Anna Kendrick, die zuletzt in der Vanity Fair zum neuen Hollywood gezählt wurde. Da Keener aber bei in einem Test, in dem sie Bingham feuern soll, versagt, begleitet sie ihn um den Job besser verstehen zu können. Zur gleichen Zeit lernt Bingham die ihm Gleichgesinnte Alex Goran kennen. Ebenso wie er ist sie die meiste Zeit des Jahres unterwegs und so gehen sie eine zunächst lockere Affäre ein. Während ihrer gemeinsamen Reise macht Keener Bingham klar, dass sein einsames Leben armseelig ist und das Leben nur Spaß macht, wenn man Freud und Leid mit einer Familie teilen kann. Sein Versuch sein Leben zu ändern scheitert jedoch und so muss er sein einsames Leben fortführen.

Achtung Spoiler!

Die Story klingt zunächst etwas schwammig und kann auch am Ende nicht richtig überzeugen, da die Botschaft des Films meiner Meinung nach nicht richtig rüberkommt. Es dauert lange bis man versteht, dass es eigentlich gar nicht um das Feuern fremder Menschen geht, sondern um die Beziehungen zu anderen Menschen, die Bingham völlig abgebrochen hat.

Auch die Charaktere werden oft nur sehr oberflächlich beschrieben. Man erkennt zwar immer wieder Versuche tiefergehender Emotionen, doch kommen diese irgendwie nicht recht rüber.

Etwas störend fand ich, dass es, so kam es mir zumindest vor, in dem Film nie die Sonne schien. Das erzeugte eine sehr gedrückte Stimmung und ich habe immer gewartet, dass da noch was kommt.

Das Ende des Films scheint ab der Mitte deutlich, kommt dann aber doch anders. Das hat mir sehr gut gefallen, da man nicht immer schon vor der nächsten Szene wusste, was passiert.

Insgesamt ist „Up in the air“ ein sehr unterhaltsamer Film, der sich durchaus lohnt anzuschauen, aber die 6 Oscarnominierungen sollten euch nicht zu viel erwarten lassen. Die eigentlich doch eher tragische Geschichte erscheint mir manchmal etwas zu lustig dargestellt.

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